No Sunshine

Für heute sind Regenfälle und Gewitter angesagt. Das kann man natürlich gar nicht glauben. Leider war die Vorhersage doch korrekt. Ungeachtet dessen, brechen wir nach Tampron Springs auf um eine Delphin-Bootstour zu machen. Der Weg dorthin ist das reinste Abenteuer. Ein Gewitter tobt genau über uns.

Als wir ankommen, müssen wir leider feststellen, dass die Tour heute gar nicht stattfindet. Wir finden zwar nachher noch einen anderen Anbieter, aber das Wetter lädt wirklich nicht dazu ein.


Ok, da kann man wohl nur noch shoppen gehen – aber selbst das will nicht richtig gelingen. Im Gulf View Square gibt es keine richtig tollen Geschäfte. Die Mall ist riesig aber unglaublich leer. Vermutlich gibt es insgesamt mehr Verkäufer als Kunden.

Da bleibt dann nur noch ein Stopp im Walmart um wieder gute Laune zu bekommen ? stellt euch vor, die verkaufen hier sogar Zierfische. Bring Butter, Brot und zwei Guppies aus dem Supermarkt mit?! 

Als wir wieder im Haus ankommen, setze ich mich zu Sonja mit einem Pfund Kirschen an den Pool; die Liege ist ja schon belegt.

Die Kirschen sind übrigens unglaublich lecker! 

Yeah, endlich ist wieder Sonne zu sehen. Zuerst lasse ich nur die Beine im Pool baumeln – aber dann springe ich doch ganz in den Pool und drehe auf dem Donutreifen meine Kreise durchs Wasser.

Abends gehen wir mit Sonja zu Dennys – René holt Annika & Kai aus Buschgardens ab. Ich esse wieder einen sehr leckeren Veggieburger. 


Hoffentlich wird morgen das Wetter besser. Ich möchte noch 1000 Sachen sehen und habe ja nur noch diesen einzigen Tag. 

Weeki Wachee Kayaktour

Große Überraschung – zuerst haben wir gefrühstückt – heute in einer großen Runde mit Frank & Cherryl und Kindern ?

Heute ist eine Kayaktour auf dem Weeki Wachee River geplant. 

5,5 Meilen durch glasklares Wasser – das könnte mein neues Hobby werden. 


Wir halten hin und wieder an und baden im Fluss – das Wasser hat konstant 72 Degrees – also richtig schön erfrischend.

 Und wir haben es nicht zu hoffen gewagt, aber wir sehen viele Manatees!


Diese Tour möchte man direkt im Anschluss am liebsten noch mal machen – wir waren war über 3,5 Stunden unterwegs – aber alle waren sich einig – das war zu kurz!

Am frühen Abend treffen wir uns wieder und essen im Texas Roadhouse – für uns nicht die riesen Auswahl – aber für alle Fleischesser ein Traum 🙂 

Als vegetarische Platte konnte ich mir vier Beilagen aussuchen.  

Die interessanteste Beilage war eine Süßkartoffel gefüllt mit Marshmellows – richtig schlecht ist das nicht – aber doch gewöhnungsbedürftig. 
Wir sind mit einem Auto gefahren, da direkt nebenan eine Brauerei ist. Familie Brors passt komplett auf die Rückbank 🙂




Sonja fährt uns sicher nach Hause, so dass Guido und ich ein Biertasting machen können – 4 kleine Biere testen = 1 Flight. 

Wieder ein wunderschöner Tag, der viel zu schnell zu Ende geht!

Spring Hill – Three Sisters Spring

Wir werden mit einem leckeren Frühstück verwöhnt – es gibt French Toast, Bacon und Rührei, Obst usw. Das ganz am Pool.

Dann mache ich ein bisschen Hausarbeit:


So ruhig haben wir noch keinen Tag angehen lassen – es ist schon früher Nachmittag bevor wir nach Three Sisters Spring aufbrechen. Hier soll man Manatees sehen können. Aber leider Fehlanzeige. Dafür sehen wir andere interessante Sachen:


Das sieht super aus, oder? Direkt zum reinspringen.


Wenn schon kein Manatee dann doch wenigstens ein paar verliebte Pärchenfotos 😉



Und dann noch alle zusammen mit dem Selfiestick.


Und was soll ich euch sagen – mehr haben wir gestern nicht gemacht 🙂

Es war ein sehr erholsamer Tag! Abends hat Sonja – speziell für mich  ? – Spaghetti Bolognese gekocht – sieht aus wie aus dem Bilderbuch, oder?


Abends sind wir dann zu Cherryl und Frank gefahren. Mein erster Besuch bei einer amerikanischen Familie 🙂 Jetzt konnte ich ja schlecht alle Räume fotografieren – aber es war schon sehr beeindruckend! Wie man sich das vorstellt – alles klimatisiert, riesengroßer Kühlschrank, fast in jedem Raum einen Fernseher und ein großer Pool!

Das ist unser Haus – etwas kleiner, aber auch typisch amerikanisch und das Schlafzimmer von Guido und mir ?


Auf nach Spring Hill

Wir genießen ein Frühstück in einem fast leeren Motel und das mit Käse, Porzellan und verhältnismäßig leckerem Kaffee.


Heute fahren wir zu Familie Brors nach Spring Hill. Um möglichst noch einen Alligator zu sehen, fahren wir über die Alligator Alley  – wenn man jetzt die Augen zumacht und sich vorstellt, wie so eine Alligator Alley aussehen könnte, hat bestimmt jeder etwas anderes im Kopf als das was die Alley wirklich ist. 


Eine schnöde Interstate mit Zäunen wie früher auf der Transitautobahn in der DDR. Ja und ihr seht es schon auf dem Bild – das Wetter entspricht auch nicht dem, was man von einem Sunshine State erwarten darf. Bis nach Spring Hill haben wir eine etwa 4-stündige Fahrt vor uns. 

Über zu wenig Ampeln kann man hier nicht klagen:


Wir fahren durch Fort Myers – leider gibt es davon keine Bilder, denn hier muss man jeden einzelnen Parkplatz bezahlen – Kleingeld haben wir nicht und insgesamt entspricht es auch nicht unseren Vorstellungen von einem schönen Ort.  Vielleicht haben wir auch die schönen Ecken nicht gesehen. 

Die Straße von Bradenton nach St. Petersburg führt über eine abenteuerliche Brücke, die man von dem Rastplatz mit dem schönsten Ausblick bewundern kann.

 



Der Regen lässt nach und wir fahren zum Clearwater Beach. Auch hier ist fast jeder Parkplatz mit einer Parkuhr ausgestattet – der Strand ist schon leer – wobei es doch gar nicht regnet.



Es ist schon fast Abend als wir bei Bros ankommen. Das Haus zeige ich euch morgen. Wir wurden herzlich in Empfang genommen, das Auto passte gerade noch so in die Doppelgarage ;-), die Burger waren startklar für den Grill und der riesengroße Kühlschrank waren pickepackevoll.



Abends kommt Renés Cousin, Frank, noch mit seiner Familie vorbei und wir verbringen einer geselligen, gemütlichen Abend am Pool. Erst um halb zwei gehen wir rein. Wunderschön!

Everglades City

Wow, es gibt richtiges Geschirr und Käse beim Frühstück! Doch leider ist dafür jetzt keine Zeit. Um 7 Uhr beginnt die Kayaktour. Hochvermummt geht’s los. Außer uns ist nur noch eine Familie mit zwei erwachsenen Söhnen so verrückt, sich den Moskitos auszusetzen. Die haben allerdings schon reichlich Erfahrung mit Kayaktouren und sind so gut ausgerüstet, dass sie mir einen wasserfesten Beutel für die Kamera leihen ? Dankeschön Familie Norton!

Als wir an der Stelle ankommen, wo die Kayaks zu Wasser gelassen werden sollen, sagt der Guide namens Dustin, so holt schon mal euer Bugspray und sobald ihr aussteigt: LOS! Und es ist wirklich wie in dem Film „Die Vögel“ halt nur mit Moskitos!

Mir war das ziemlich ungeheuer in einer Nussschale durch einen Sumpf mit Alligatoren zu paddeln. Tatsächlich ist es aber ganz easy und das war sicher nicht unsere letzte Kayaktour.


Was nicht so einfach ist, ist zu zweit in einem Kayak zu fahren und zu navigieren- der Dustin meinte, dies sei ein Test für die Partnerschaft  – stimmt ? aber keine Sorge, wir sind noch glücklich ? hier der erste Alligator.


 gerade die Mangroventunnel haben es navigatorisch in sich


Der Sumpf hat viele Gesichter- auf einer kleinen Sandbank pausieren wir:


Wir fahren um eine Insel mit brütenden Vögeln und direkt unter den Nestern liegt ein besonders fauler Alligator, der nur darauf wartet, dass irgendwer einen Fehler beim ersten Flugversuch macht.


Trotz aller Versuche sie zu vermeiden, kommen wir mit zahlreichen Moskitostichen wieder im Hotel an. Ob es das wert war? Es geht sich aus, würde ich sagen ?

Es gibt einen heftigen Regenguss, aber nach ein paar Minuten sind die Straßen schon wieder trocken. Wir fahren zum Big Cypress National Preserve Visitor Center. Direkt dahinter gibt es einen Boardwalk von dem man Manatis sehen können soll. Heute morgen seien schon welche gesichtet worden. Aber wie das immer so ist: beim ausreiten wurde gestern ein Bär gesehen, beim Jetski fahren gestern ein Hai und hier halt Manatis. Wir sehen keine – aber wunderschöne Echsen.


Der nächste Halt ist der Kirby Storter Roadside Park, ein Bordwalk von ungefähr 1 Meile. Auch hier wieder mehr kleine Echsen als alles andere, da muss man fast schon aufpassen nicht drauf zu treten.


Die Vegetation ändert sich unglaublich schnell. Hier ist noch alles offen und mit Gras bewachsen und nur 5 m weiter sieht es so aus:



Alligatoren, Florida Panther, etc. Fehlanzeige – Sommerpause ? aber es raschelt überall. Eine schwarze Baumschlange entdecke ich leider nicht, dabei bilde ich mir doch ein, dafür ein Auge zu haben. Dafür sehen und hören wir viele Woody Woodpeckers.


Wildwechsel ist nicht nur in deutschen Wäldern ein Problem, sondern auch hier und wir sehen leider einen toten Alligator – Feinfühlige sollten jetzt weiter nach unten scrollen. @Karin: nein, ich bin nicht ausgestiegen ?


Ein Abstecher nach Chokoloskee lohnt sich leider gar nicht – noch nicht mal für ein Foto. Wir erkunden nochmal Everglades City – Fotos mit Plastik-Alligatoren sind ja auf jeden Fall lohnend ?


Wir überlegen eine der zahlreich angebotenen Airboattouren zu machen. Ökologisch ein rotes Tuch. Aber an uns wird die Welt ja nicht zugrunde gehen, oder? Aber wenn jeder so denkt? Ok, wir verzichten und freuen uns an unserer guten Tat – einer muss ja hier aufs Klima achten.

Nach einer Runde im Pool (hier noch bei Regen) darf ich den Luxusschlitten fahren (soviel zum Klimaschutz)  ? tagsüber hab ich dafür ja keine Hand frei!  

Wir essen in der Oyster Bar, Gudio wieder Fischtacos und ich Fried Green Tomatos mit einem House Salad. Bestellt hatte ich den großen Salat für 8,99 $ – da fand ich das was kam doch sehr dürftig. Aber es war wohl auch nur ein Beilagensalat für 5,99 $ @Mama: guck dir das gut an – dein kleiner Beilagensalat würde hier vermutlich 12 Dollar kosten 😉


Zum Essen trinke ich das von Karin viel gepriesene Coors light – ich muss ja noch Autofahren. Zwei Entdeckungen mache ich: Bud light schmeckt mir besser und obwohl beide Biere gar nicht richtig gut schmecken, bezieht sich das light überhaupt nicht auf den Alkoholgehalt sondern nur auf die Kalorien. Gut, das sich diese Erkenntnis vor dem zweiten Bier gewonnen habe!


Obwohl fast nichts mehr reinpasst, ist doch das Testen eines Key Lime Pie Pflicht, oder? Dabei handelt es sich um einen – angeblich nicht süßen – Käsekuchen mit Limetten, den es so nur auf den Keys gibt – oder halt in den Everglades.

Probiert – abgehakt. Der Kuchen ist süß-sauer und gar nicht unser Fall. Wieder eine neue Erkenntnis! Damit muss es gut sein für heute. Vor unserem Zimmer, mit Blick auf den Pool, lassen wir den Tag ausklingen.

Von den Keys zurück in die Everglades

Der Tag startet gemütlich mit einem Frühstück am Pool – 


…nicht nur wir lassen es gemütlich angehen


Worüber ich noch gar nicht berichtet habe: hier laufen überall Hühner rum. Jeder Vorgarten scheint seinen eigenen Hahn zu haben. Und als ob Sonne, Palmen, Strand und Meer nicht reichen würden, scheint es zudem keine Moskitos zu geben. Definitiv hätte man sich hier noch ein, zwei Tage aufhalten können. Aber jemand wollte ja unbedingt mehr Zeit in den Everglades verbringen 😉

Über den Overseas Highway geht es zurück – erstmal nicht zu unserem Ziel Everglades City, sondern nach Miami – denn jemand hat ja das Akkuladegerät vergessen und so unglaublich es klingt – aber es ist wahr…auf den ganzen Keys gibt es kein Fotofachgeschäft und CVS oder Walgreens können auch nicht damit dienen.


Wir halten immer mal wieder an um zu genießen – hier den Ausblick auf die alte Brücke.


Am Sombrero Beach – in unseren Augen übrigens ein Geheimtipp.  Toller Strand, kostenlose Parkplätze und wenig los.


Ich habe mir dann ganz schön viel Mühe gegeben, für das Foto die Palmen mal auseinander zu drücken 😉


Beim nächsten Halt beobachten wir einen Angler – so farbenfrohe Fische habe ich noch nie einfach – mehr oder weniger am Straßenrand schwimmen sehen. Leider waren sie ein bisschen schüchtern, so dass mir keine weiteren Bilder gelungen sind.


In Miami kaufe ich mein Ladegerät für schlappe 70 $ –  der Preis für Vergesslichkeit! Na immerhin habe ich jetzt ein Ladegerät eigens für die USA – auch nicht schlecht, oder? (Ich muss mir das jetzt ein bisschen schön reden ;-).

Ob der Verkäufer mich mit der Tüte aufziehen wollte? Gibt es Ladegerät von Nikon vielleicht billiger?


Wir fahren auf dem Tamiami-Trail  (Tampa – Miami) wieder in die Everglades und es fängt an zu regnen. Frechheit! Aber immerhin kühlt es auf 29 Grad ab.


Für eine Radtour im Shark Valley (als ob es da Haie geben würde) bleibt keine Zeit.  Die Preise für die Tour haben es aber auch in sich. Das Rad kostet pro Stunde 9 $ – und schätzungsweise braucht man 2-3 Stunden – klar, sind nur 24 km – aber wenn man alle 2 m anhalten muss um das Wildlife zu fotografieren, vergeht die Zeit schnell. 

Mittlerweile haben wir wieder einige Moskitostiche mehr – wir halten am H. P. Williams Picknickplatz und sehen dort zahlreiche Alligatoren, Fische, Schildkröten und Moskitos.


Heute übernachten wir im Ivey House in Everglades City –  na, wenn das hier eine City ist, dann müsste Glehn auch diesen Status haben 😉


Wegen der Moskitos ist im Sommer keine Saison und so müssen wir uns sputen, damit wir noch etwas zu essen bekommen. Es gibt drei Lokale hier. Wir entscheiden uns für den Camellia Street Grill – wir gehen in das Lokal – aber niemand ist dort – also nicht nur keine Gäste, sondern auch kein Wirt.

Ok, dann in die zweite Lokalität, dass Island Café. Wir essen eine leckere, riesige Pizza und Onion-Rings.


Um 21.25 Uhr entscheiden wir uns noch schnell die Kayak-Tour morgen früh zu machen – das war knapp um 21.30 Uhr schließt die Rezeption. Jetzt müssen wir früh ins Bett – die Tour startet um 7 Uhr.

What a great day in Key West

Der Tag beginnt mit einem Frühstück am Pool – nicht schlecht, oder?


Anschließend fahren mit den Rädern am Strand entlang (guckt mal auf den Kreis in Wolken – was ist das?)

zu Key West Water Tours um eine 2,5 stündige Jetski-Tour zu machen. Davon gibt keine Fotos, aber wir haben versucht ein Video zu machen. Letztlich können wir für uns festhalten, dass uns Jetski fahren nicht so viel Spaß macht. Muss man aber ja auch erst mal wissen.

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Nachdem wir uns von den Salzwasserresten befreit haben, cruisen wir zum Key West Garden Club. Die Gartenfreunde präsentieren ihren Garten, der rund um die Reste eines alten Forts aufgebaut wurde, stolz und erwarten zu recht im Gegenzug eine kleine Spende.


Nach so viel Unternehmungen ist endlich eine Pause angesagt – da sind wir dann doch recht festgefahren und gehen einfach wieder in dieselbe Strandbar wie gestern 😉


Der rote Zaun ist eine Frechheit, oder? *grins*

Leider müssen wir uns jetzt von den Fahrrädern trennen. Es ist Zeit die Duval Street zu erkunden. Ähnlich wie die Bourbon Street oder die Beale Street eine einzige Partymeile. Aber hier geht es viel gesitteter zu. Die Bilder habe ich mit meiner Kamera gemacht und bis ich nicht ein neues Ladegerät habe, kann ich davon nichts zeigen. 

Wir essen in einem sehr schönen Lokal namens Two Friends, welches ich wirklich nur empfehlen kann. Das Personal ist überaus nett und das Essen super lecker. Guido testet die Fischtacos und ich nehme einen Salat mit Erdbeeren und Walnüssen -der ist sogar Rucola frei!


Hurry up…unser Schiff legt gleich ab. Mit Sebago machen wir die Captain Choices Sunset Tour. Die ist zwar etwas teurer aber das Geld definitiv wert! Maximal 20 Leute segeln mit dem Katamaran in den Sonnenuntergang, die Getränke und Snacks sind im Preis inbegriffen. We love it! Und jetzt schmeiß ich euch mit Bildern des Törn zu 😉





Schade, dass die Sonne dann doch irgendwann untergeht! Das war wirklich ein tolles Erlebnis, was ich sofort wiederholen würde! Gut, ich hätte ja auch das Geld für den Jetski gespart 😉

Ihr kennt das ja, Bier auf dem Schiff…man muss nicht zur Toilette hat aber einen weiten Heimweg und geht an vielen, vielen Kneipen vorbei. Das kann ja nicht gutgehen 😉 Im Irish Kevins gibt es live Musik, die uns richtig gut gefällt und dazu das zuvielte Bier. Was für ein schöner Tag!

Der Moskitostatistik ist nichts hinzuzufügen! 🙂

Go West  –  Key West 

Unser Motel war vielleicht nicht so  gruselig, wie das Bates-Motel…aber ganz ohne war es auch nicht. Ich bin um 5:52 Uhr aufgewacht, da ich meinte 3 Schüsse gehört zu haben – jetzt kenne sowas ja nur aus dem Fernsehen. Da danach nichts weiter geschehen ist, hab ich mich vielleicht doch verhört? Aber als wir zum Frühstück gehen steht ein Polizeiauto auf dem Parkplatz…aber man sieht nichts und Dexter ist auch noch nicht im Anmarsch 😉 gut, dass wir heute nach Key West weiterreisen.

Über den Highway 1 fahren wir von einem Inselchen zum nächsten – dabei steht das Wasser teils sehr, sehr nahe am Highway.



Auf Ninas Empfehlung fahren wir in den Bahia Honda State Park und haben so einen tollen Ausblick auf die alte Straße.


Mein neuer Selfie-Stick ist mein liebstes Spielzeug! Und man sieht es ein ganz klein bisschen auf dem Foto: mir ist heiß!!!!


Wir checken im Blue Marlin Motel, eine Empfehlung von René und Nina – und das war wirklich ein guter Tipp! Die Zimmer sind hell, sauber und schön eingerichtet und man kann am Pool frühstücken (zeig ich euch morgen).


Leider mache ich jetzt eine grausame Entdeckung! Mein erster Kameraakku ist leer und muss geladen werden – aber ich HABE DAS LADEGERÄT VERGESSEN! Gibt es so etwas?! Das ist mir noch NIEMALS passiert! Und jetzt gehts los….Koffer nochmals durchwühlen – ist es wirklich nicht dabei? Kann man die Kamera mittels USB aufladen (nein, kann man nicht), gib es hier einen Laden, wo ich ein Ladegerät kaufen kann (nein, gibt es nicht!).  Man, man, man, also was tun? Heute auf die Kameranutzung und Übertragung von Bildern verzichten, morgen GPS und Rückschau ausstellen und hoffen, dass es reicht bis ich wieder ein Ladegerät habe (zu Hause habe ich übrigens drei davon! Ich glaube, eines werde ich im Koffer festnageln). Bis auf weiteres gibt es also nur Handyfotos im Blog.

Ich denke, dass ist die Retourkutsche dafür, dass ich vor einigen Tagen ganz blasphemisch zu Gudio gesagt habe…“noch zwei, drei Handygenerationen weiter, dann nehme ich keine Kamera mehr mit in den Urlaub“…welche Schicksalsgöttin auch immer das gehört haben mag..ich sagte „zwei bis drei Generationen weiter“ nicht jetzt!

Genug geärgert, wir erkunden Key West!


Auch ohne Kamera und wenn man schwitzt wie sonst was, einfach nur schön! Wir leihen uns Fahrräder und cruisen durch die City (fragen bei CVS und Walgreens nach einem Universalladegerät – die Antwort kennt ihr).


Wir besuchen die Rum Factury und testen dies und das



Inzwischen habe ich ein cooles Tattoo 


Genug erlebt wir heute, wir läuten den Feierabend im Hog’s Breath Saloon ein. Scheint ein Kultladen zu sein, den wir aber nur im zufällig entdeckt haben. @Mama: guck Dir das mal gut an, mit den Aufklebern kann man das Renovieren sparen – wäre das nicht was für die Alte Post?


Es gibt schöne Live Musik, die Ventilatoren bringen Abkühlung – we like it! Bevor wir vom Barhocker kippen, essen wir eine super leckere Pizza am Imbisswagen (für freundliche $ 16) mit Hahn.

Wir cruisen wieder zum Strand und lassen den Abend dort in einer Strandbar ausklingen – Key West ist herrlich!



Everglades II

Als ich heute morgen aus dem Zimmer gegangen bin, habe ich gesehen, dass einer unserer Nachbarn fröhlich mit einer Fußfessel durch die Gegend läuft. So etwas kenne ich nur aus dem Fernsehen und ich bin froh, dass ich eine Sonnenbrille trage, mein Gesichtsausdruck hätte vermutlich wieder mal alles gesagt 😉 

Bestens präpariert mit AntiBrumm fahren wir wieder in die Everglades. Von der Idee eine längere Wanderung zu machen, haben wir uns längst verabschiedet. Stattdessen wollen jeden Mini-Trail bis nach Flamingo machen. 


Los geht’s am Long Pine Trail, hier gibt es viele Parkplätze und zu irgendeiner anderen Zeit im Jahr, gehen Verrückte hier wohl gerne schwimmen


Während wir staunen, erfreut sich der Vogel am Außenspiegel… Wildlife oder Wellensittich- bei einem Spiegel werden sie alle schwach

 
Trotz unser Erkenntnis von gestern, dass stark bewachsene Gebiete ein Paradies für Moskitos sind, wollen wir einen kleinen Trail gehen 

Aber schon nach ein paar Metern nimmt der Bewuchs zu und wir bzw. ich werde zum Festmahl der Moskitos. Im Galopp geht’s zurück zum Auto!

Wir fahren tiefer in die Everglades und fahren über die höchste Erhebung im Nationalpark 


Es hat sich zugezogen und regnet sogar 10-20 Tropfen 


Am Mahogany Hammock Trail wollen wir wegen der Moskitos zunächst gar nicht aussteigen, nur gut, dass wir uns überwunden haben, der Mini-Trai, ist sehr schön 


Beim nächsten Halt müssen wir noch nicht mal aussteigen um Geier zu sehen 

Das Flamingo Visitor Center ist schon ziemlich in die Jahre gekommenen; hier ist man der Meinung, dass die Moskitobelagerung zurzeit gar nicht so schlimm ist 


Wenn man nicht gerade von den Biestern gejagt wird, ist es ganz schön hier


Ich übertreibe nicht mit den Moskitos 


Am nächsten Aussichtspunkt ist es sogar so heiß, dass die Vögel unter dem Picknicktisch sitzen


Hier könnte man sein Boot zu Wasser lassen – aber auch hier tote Hose bis auf die Moskitos.


Auf dem Rückweg laufen wir einfach nochmal über den Anhinga-Trail und werden mit vielen wunderschönen, schwitzigen Eindrücken belohnt:


Genug für heute – gleiches Feierabendprogramm wie gestern, nur dass wir heute bei Dennys essen gehen – lecker!!!


Der Wirt des Mutineers Bar erkennt uns wieder und freut sich, dass wir wieder da sind 😉


Statistik der Moskitosstiche: Guido 12 – Sandra 23 (davon einer über dem Auge, ich finde der zählt doppelt – also 24 😉

Und hier noch ein paar Infos zu unserem Luxuschlitten


Es ist ein Lincoln MKX mit V6-Motor, etwas über 300 PS, 20 Zoll Bereifung und jetzt das wichtigste: mit klimatisierten, elektrisch voll verstellbaren Sitzen, Schiebedach mit Verdunklungsmöglichkeit und 1000 Knöpfen für was auch immer – werden wir wohl noch herausfinden 😉

Everglades + 9

So sieht unser Motel bei Tageslicht aus

Nach einem typisch amerikanisch Plastikfrühstück fahren wir in die Everglades. Die Frontscheibe ist inzwischen leider schon voller toter Insekten – daher der Schlier auf dem Bild. Hier wird vor Florida-Panthern gewarnt – aus dem Auto würde ich sehr gerne einen sehen!

Das Visitorcenter bietet was ganz tolles – rocking chairs ? Der Tag ist jetzt schon perfekt.

Wir starten mit dem Anhinga-Trail, Trail hört sich jetzt so richtig nach Wanderung an – es sind aber nur gut ausgebaute 1,3 km auf dem es allerlei zu sehen gibt. Das Wildlife startet schon im Kühlergrill 




Guido traut sich sogar richtig nah an die große Schrecke ran.


Es ist so unfassbar heiß – hier wurden sicher die Schweißbänder erfunden. Wir sehen viele Anhingas (daher wahrscheinlich der Name des Trails – LOL)  Anhingas sind Vögel, die zum jagen ins Wasser tauchen können. Damit das besonders gut geht ist ihr Gefieder nicht beschichtet und wird beim tauchen richtig nass, mit nassen Federn kann man nicht fliegen, daher sitzen sie anschließend so zum trocknen da


Trocken  auch wunderschön


Wieder am Ausgangspunkt …

bisher noch von keinem Moskito belästigt, entscheiden wir auch den 800 m langen Gumbo-Limbo-Trail zu gehen. FEHLER! Im Gegensatz zum Anhiga-Trail ist er bewaldet – juchuu Schatten! – aber durch die Hitze und Feuchtigkeit sehr dampfig. Als ich mich mit Anti-Brumm eingesprüht habe, muss ich zwei Stellen vergessen haben. Bei der Aufnahme dieser Frösche am Solution Holes – wo ich mal kurz stehen geblieben bin, 

haben mich satte sieben Moskitos in den Tökes gestochen!!!! Zwei in die Ellenbogen. Grmpf! Schnell weg hier. Wir fahren weiter zum Pa-Hay-Okee – eine Aussichtsplattform- keine Moskitos, aber auch nichts spektakuläres zum bestaunen 

Genug Moskitos und Sumpf für heute. Wir fahren zum Autorennen. 


Das hat mir so gar nicht gefallen. Zu laut, zu heiß und zu langweilig. Es war ein 500 Meilen Rennen. Aber nach nur einer Stunde sind wir wieder gefahren – und haben was gemacht, was für Guido wohl ungefähr so schön ist, wie für mich Autorennen 😉 Shoppen!


Tatsächlich hat dann aber nur Guido ein erfolgreiches Shoppingerlebnis 🙂


Jetzt ist endlich der Walmart dran – mein Lieblingseinkaufsladen in den USA – hier ist man schon voll und ganz für den Memorial Day gerüstet

Es gibt Limonaden, bei denen man anhand der Farbe keine Rückschlüsse auf den Geschmack gezogen werden können. Schlumpf?


Für heute reicht es. Wir läuten den Feierabend mit einem Feierabendbierchen auf der offiziellen Picknick-Area des Motels ein.

Direkt nebem dem Motel ist Cracker Barrel. Völlig unamerikanisch gehen wir zur Fuß – immerhin gibt es eine Art Fußweg und sogar eine Fußgängerampel.

Ich liebe Cracker Barrel – zuerst wird mal ausgiebig geschaukelt (man sieht es schon…ich bin hundemüde – in der echten Zeit ist es ja auch schon Mitternacht 🙂


Das Essen ist wie immer sehr lecker und vom Kaloriengehalt eher für einen Bergbauarbeiter – dazu eine leckere Old-fashioned-Lemonade (weil es kein Bier gibt 😉 
Ganz schön viel erlebt heute. Gegenüber gibt es noch eine nette Bar – wir sitzen an der Theke und genießen noch ein schönes kühles Bier. Ich bin so k.o., dass ich auf dem Barhocker einschlafen könnte. 


Moskitostatistik: Guido 0 – Sandra 12