Yosemite III

Hi Guys,

wie oft muss man im Urlaub früh aufstehen, um zu meinen, dass man fast verschlafen hat, wenn man um 07:45 Uhr aufsteht? Keine Hektik heute, wir lassen es ruhig angehen, genießen unser amerikanisches Frühstück im Comfort Inn und machen uns auf den Weg in den Yellowstone Park um zu wandern. Unser Auto will nicht sauberer werden.



Um nicht wieder durch den ganzen Park fahren zu müssen, entscheiden  wir uns für den Meadow Loop in Wawona. Leider mal eine Fehlentscheidung. Es ist warm, man sieht nichts aufregendes und überall gibt es Mosquitos. Gut, dass wir nur  1,5  Stunden für den Weg benötigen – da bleibt Zeit für mehr.


Einen Trail zur Swinging Bridge.


Die Bridge kann sich zurecht „Swinging Bridge“ nennen, die Bretter machen nicht den vertrauenswürdigsten Eindruck, aber sie halten 😉


Es ist sehr warm und ich fröhne meinem neuen Hobby…

Füße ins Wasser, Seele baumeln lassen ?

So genug rumgehangen, Zeit für Arbeit!


Auto geputzt, Blog geschrieben, lecker Essen gewesen (weil es so nett war wieder in der South Gate Brewery- merke Pepperoni meint Salami und nicht Peperoni!) und neue Energie getankt für morgen. Das letzte Drittel des Urlaubs liegt vor uns.


Man hat ja schon Pferde vor der Kneipe kotzen sehen, aber das…?


Yosemite ll

04:20 Uhr – der Wecker klingelt! Was sind da für Geburtstagsgeschenke, für die man mitten in der Nacht aufstehen muss?! Meist sind es die Schönsten! Um 06:25 Uhr treffen wir uns im Yosemite Valley mit Julia von der Anseln Adams Gallery. Wir müssen so früh los, da von unserem Motel aus, noch gut 90 Minuten Fahrt vor uns liegen. Wer es sich leisten kann, übernachtet im Park, wir 3o km davor. 

Meine Kamera kenne ich ganz gut und kann die Tipps von Julia gut umsetzen – die größten Kämpfe trage ich mit meinem Stativ aus. 


Merke: die Landschaftsfotografin hat Zeit, turnt erst von einem Spot zu anderem bevor sie ein Foto schießt. Das ist ganz und gar nicht meine Art und für mich etwas Neues.


Definitiv weiß Julia wo man rumturnen muss!


Als wir so still dastehen um zu überlegen, wo das nächste Foto entstehen soll (Julias Ansatz ist: ich bring dich hierhin, aber ab hier musst du den besten Punkt selber finden) sind wir so leise, dass sich Wildtiere am Bach sehen lassen. Ich bin ehrlich, egal wie schön die Landschaft ist, dies erfreut mein Herz noch mehr! (Aufgenommen nach der Sandra Methode: hektisch 10 Fotos schießen und dann gucken. 😉


Julia zeigt mir, dass man in der Landschaftsfotografie immer einen Filter nutzen kann (alle Fotos sind unbearbeitet und direkt aus der Kamera – ja, so ein Filter lohnt sich).


Stoppfilter – manuelle Fokussierung nötig – da darf man nachher nicht vergessen, den Autofokus wieder einzustellen! Hab ich vergessen, der Profi hat auch nicht daran gedacht – den Bildern tut es aber keinen Abbruch finde ich.


Puh, 4 Stunden konzentriertes fotografieren ist anstrengend! Wir haben Pause bis 15:30 Uhr – das lohnt es nicht nach Hause zu fahren. Wir genießen die Zeit, picknicken am Fluss 


und entdecken ein weiteres Hobby von mir – schmutzige Füße im Gebirgsbach und nix tun



Um 15:30 Uhr geht der Workshop weiter  –  wir treffen uns am Tunnel View 


Ich bitte Julia ein Foto von uns zu machen:

was auch erklärt, warum sie Landschaftsfotografin ist 😉 Weiter geht’s Richtung Sentinel Dome, wo wir laut Julia den schönsten Sonnenuntergang erleben können. Unterwegs entdecke ich einen Schwarzbären – ich altes Adlerauge 😉


Julia kennt alle Abkürzungen, aber zum Sentinel Dome muss man ganz schön hochschnauben, es lohnt sich!

Hammer! 

Wir müssen uns beeilen um unser Auto noch in der Dämmerung zu finden. 


Um 21.20 Uhr sind wir in Oakthurst, essen im Tacobell noch schnell eine Familienration an Tacos und beim Duschen schlafe ich fast schon ein! Ein schöner Tag – aber ich bin kaputt! Lernen ist halt anstrengend. Den Blog muss ich morgen schreiben.

Yosemite

How are you doing? Wir hatten heute morgen eine sehr schlechte Internetverbindung und ich muss sagen, mein Bericht von gestern wird dem Tag nicht gerecht und ich überarbeite ihn gleich noch einmal. Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr ja noch mal reinklicken.


Schon um 8 Uhr sind wir auf der Straße Richtung Yosemite Nationalpark. Uns gefällt es es viel besser auf Highways unterwegs zu sein (wie Bundesstraßen) als auf Interstates (wie Autobahnen). Man erfährt wunderschöne Landschaft.

 Peter und Guido sehen hier wahrscheinlich nur Burger und Steaks – ich die Muhkühchen. 


Unser erster Zwischenstopp führt uns nach Bodie – einer Geisterstadt, die noch bis 1931 bewohnt war. Heute ist es ein Nationalpark und die Stadt wird konserviert. Der Himmel wie immer blau, blau, blau.


Die Straße nach Bodie ist unbefestigt und Guido freut sich, endlich mal den Allradantrieb zu nutzen.

Nächstes Ziel: der Mono Lake. Leider sehe ich zwischendurch einen kleinen Feldweg abgehen, der als Scenic Byway bezeichnet wurde. Wir fahren dort lang – am Anfang ist die Straße noch geschottert – nachher purer Sand und wir schwimmen auch mit dem Allradantrieb – das war nicht so schön – vor allem nicht, wenn man dann darüber nachdenkt, was wenn: wir eine Panne haben, stecken bleiben, etc…. Unser Auto sieht aus wie Sau!


Der Mono Lake – ein schönes Erlebnis – ohne Feldwege kann man hier ganz wunderbar von der Straße anfahren. Zunächst zu einem Naturschutzgebiet. Für eingefleischte Pink Floyd Kenner – ich glaube, dass hier das Foto für die „Wish you were here“ aufgenommen wurde (das Türmchen ganz rechts).


Guido meint eher hier. Es stinkt ganz schön und man muss sehr aufpassen wo man hintritt um nicht einzusinken. @Karin: ich glaube hier sind auch Stechfliegen en Masse. Fest steht: ich würde meinen Kopf für kein Foto der Welt rein stecken!


Über den Tioga Pass fahren wir in den Nationalpark. Heute gibt es anlässlich der Geburstagsfeier der Nationalparks freien Eintritt und so sind die Straßen sehr voll. Da wir morgen zu unglaublichen Zeiten den Park erkunden (Beginn Fotoworkshop 6:25 Uhr – Abfahrt vom Motel 4:45 Uhr), lassen wir es heute gut sein und machen nur ein Foto vom Half Dome. 


Unser Motel, ein Comfort Inn,  ist nicht wunderschön, aber ordentlich. Wir richten uns ein und stärken uns für den nächsten Tag in der South Gate Brewery. Ein wirklich netter Laden mit 7 hauseigenen Bieren am Zapfhahn 

und vielen weiteren aus der Flasche. Bier und Essen sind wunderbar – gute Chancen, dass wir wiederkommen. 

So ab ins Bett – morgen ist Schule!

South Lake Tahoe

Good Morning Ladies & Gentlemen,

wie das immer so ist – wenn man abends viel gegessen hat, hat man morgens Hunger. Unser Hotel bietet einen 4 $ Gutschein für Dennys an – von Michael weiß ich, dass Dennys gut ist – und ja, dass kann man nur bestätigen. Was wir hier zum Frühstück verspeisen, reicht vermutlich für eine 4-köpfige Familie. 


Auch heute ist wieder ein Reisetag: 550 km erst Richtung Reno (@Joachim: haben aber keinen Mann erschossen) und dann zum South Lake Tahoe. Ausnahmsweise gibt es überwiegend Handyfotos.


Jetzt muss man zugeben, die Strecke ist nicht so schön, wie die durch Montana. Vielleicht haben wir mittlerweile aber auch mehr Ansprüche?

Zwischendurch sieht man immer wieder Windhosen – in einer Anzahl, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Aber ich bin in der Lage, die Windhosen indirekt zu beeinflussen. Immer wenn ich eine sehe und die Kamera in die Hand nehme, ist sie auch mehr oder weniger weg. Master of the Wind!


Solange geradeaus zu fahren führt zu nix als Unfug. 



Nochmal muss man den Siedlern Gedenken, die hier zu Fuß bzw. mit Fuhrwerken durchgezogen sind – im Auto ist es bei über 30 Grad und Klimaanlage schon anstregend – da mag man sich eine mehrere Wochen dauernde Reise gar nicht vorstellen und dann hat man ja auch noch viele Pässe auf der Strecke, die im Winter mit Schnee bedeckt sind.

Die Rastplätze erinnern ein wenig an einen Gefängnishof. Apropos – Gefängnisse gibt es hier einige und immer die Informationen für die Aufofahrer keine Anhalter mitzunehmen, da es dort ein Gefägnis gibt. 


Sehr witzig ist unser Navi: wenn man auf den Fairview Dr(ive) abbiegen soll, dann sagt es sowas lustiges wie Fairwief Doktor 🙂 

Ohne Probleme erreichen wir South Lake Tahoe am späten Nachmittag. Unser Motel ist eher in der Kategorie „Horror- oder Krimifilm“ anzusiedeln. Dafür kommt man schnell in den Ort, der direkt an den Ballermann oder den Sauerlandstern erinnert. Foto habe ich keins gemacht: es ist die Econolodge.

Wir trinken in der untergehenden Sonne ein Bier, gehen danach italienisch essen (bzw. was der Amerikaner so als Italienisch empfindet). 


und schon früh ins Bett – morgen kommen wir endlich im Yosemite NP an!

Gute Nacht Ihr Lieben!

PS: Die Fotos am Salzsee haben wir mit meinem neuen Stativ (ein Geschenk von Guido) aufgenommen. Ich bin froh, dass wir es mal benutzt haben. Wer schon mal mit mir in Urlaub war, weiß, dass ich das Stativ gerne durch mehrere Staaten oder Länders schleppe ohne es je zu benutzen. Morgen bei dem Fotoworkshop wird hoffentlich der große Tag für das Stativ. 

Elko, Nevada

Howdy,

nachdem der Tag gestern ja sehr aufregend war, lassen wir es heute ganz ruhig angehen und genießen unser tolles Hotelzimmer, surfen das WLAN leer und machen uns erst um kurz vor 10 Uhr auf den Weg. 


Heute und morgen sind Reisetage Richtung Yosemite Nationalpark. Wir fahren heute ungefähr 350 km geradeaus.


Wenn Ihr Euch fragt, wieso das Bild so trüb aussieht. Unser Auto ist ganz schön dreckig –  das Bild dient zur Dokumentation – ruhige Fahrt voraus!

Die Strecke führt entlang des Salzsees und ich könnte mal wieder die ganze Speicherkarte füllen. 



Auf der Interstate darf man 80 Meilen/Stunde fahren, ungefähr 130 km/h – das ist kein gutes Tempo zum Fotografieren und so fahren wir ein Stück neben der Interstate auf einer Schotterstraße entlang. 


Der Bahnverkehr lässt zu, dass man solche Bilder macht:


Der nächste Halt ist in Bonneville – eigentlich nur ein Rastplatz von dem aus man auf den Salzsee gehen kann. Am anderen Ende des Salzsees ist eine Autorennstrecke – hier wurde der Rekord mit 800 Meilen/Stunde gebrochen.


Zu den Toiletten in Amerika muss ich auch mal was sagen: auch wenn die Toilettenspülung seltsam ist – egal wo man zur Toilette geht – sie ist zu 99% sauber – auch hier mitten in der Salzwüste!


Nach einiger Zeit gibt es auch wieder ein bisschen Wildlife und vertrocknetes Gras.


Obwohl wir von allen überholt werden, erreichen wir Nevada. Hier ist wieder alles erlaubt, was man eigentlich Beichten muss: Zuviel Alkohol und Glücksspiel.


Joachim, die würden Dich hier speziell willkommen heißen 😉 

Jetzt ist erstmal Waschtag!



Ganz glücklich macht mich – neben vielem anderem 😉 – das goyellowstone mein Büffelbild auf Instagram geteilt hat und es aktuell schon 1.661 geklickt wurde!!!

Neben unserem Motel, dem Shiloh Inn, ist ein Einkaufszentrum. Obwohl ich den Laden mit den tollen Umkleidekabinen aus dem letzten Urlaub wiederfinde, finde ich nichts, was ich kaufen möchte. 


Guido hingegen findet eine kurze Hose für 24,99 $ und als wir bezahlen, erfahren wir, dass es einen Sonderrabatt gibt und die Hose nur 7 $ kostet!

Zeit fürs Abendessen bei Matties 5 – eine richtig amerikanische Bar. Also Vorspeise frittierte Ravioli und danach für Guido Burger und für mich Chilli Cheese Fries – den Rest des Monats muss ich wohl nichts mehr essen. 

 

Gute Nacht Guys, take care!

Happy Birthday in Salt Lake City

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich wahnsinnig über all die lieben Grüße und Geburtstagswünsche gefreut, die quer über den Teich gekommen sind! 


Ist ja irgendwie Schicksal, oder? Das, wovor ich panisch Angst habe, steht direkt unter meinem Geburstagsdatum! Na gut, jetzt mal nicht zu sehr rumspinnen 😉

Der Tag fing schon fantastisch mit diesem Blick aus dem Bett an:


Salt Lake City ist mehr eine Autostadt (jede Straße hat min. 3 Spuren in jede! Richtung)


und da ich ja auf dem Wandertrip bin, machen wir uns auf den Weg zum Antelope Island. Aber halt – vorher gab es ja noch ein Geburtstagsgeschenk! Wem meine Landschaftsfotos nicht so gefallen, hat Hoffnung auf Besserung – ich habe einen Workshop im Yosemite Nationalpark mit der Ansel Adams Fotografiestiftung geschenkt bekommen. Für Nichtfotografen – das ist so, als würde man ein Fußballtraining mit Lionel Messie geschenkt bekommen! Ihr dürft mit mir gespannt sein – der Kurs beginnt bei Sonnenaufgang, pausiert tagsüber und zum Sonnenuntergang geht es weiter. 

Dafür werden meine Speicherkarten nicht ausreichen und es muss doch Schicksal sein, dass in 600 m Entfernung zum Hotel der wohl schönste Fotoladen mit den nettesten Mitarbeitern ist, oder? Leider ist die von mir gewünschte Speicherkarte nicht vorrätig und ich muss morgen noch mal hin…:-)

Das Wetter ist noch ein bisschen bedeckt, dass macht auf  Antelope Island nichts, es gibt hier kaum Bäume die Schatten spenden würden und so ist es mit den Wolken ganz angenehm. Die Insel liegt in einem bzw. dem Salzsee und oft müffelt es hier ein bisschen (oder auch ein bisschen viel mehr) nach Klo.


Wir machen einen kleinen Trail (ha, ha, 1,2 km – aber es ist ein Trail! Der Buffalotrail – auf dem wir so ziemlich alles sehen, aber keinen Büffel).



Fahren zu einer historischen Farm – auf der Geräte stehen, die meine Großeltern noch auf ihrem Bauernhof hatten…wie historisch ist das jetzt oder wie alt bin ich?!


Aber insgesamt ein sehr schöner Ausflug, auf dem wir dann noch ein obligatorisches Büffelfoto machen. 

Jetzt ist es Zeit für ein weiteres Geschenk. Meine Eltern schenken mir einen Ring von Tiffanys! Und ich möchte ihn heute in Salt Lake City kaufen – Köln hat so ein feines Geschäft ja nicht. Leider ist der Ring nicht vorrätig – aber Guido überrascht mich – er hat geplant mir das passende Armband dazu zu schenken und das ist da. Auf amerikanisch gesagt: wow! Woooow! Woooooooow!


Jetzt ist Zeit für Dankbarkeit und wir gehen zum Tempelbereich der Mormonen – wer dazu näheres wissen möchte https://de.m.wikipedia.org/wiki/Salt-Lake-Tempel. Ich stehe der Glaubensrichtigung skeptisch gegenüber und bin gespannt was uns erwartet.

Es gibt Visitor Center, unglaublich viele freiwilligen Helfer, die allen Besuchern des Tempelbezirks gerne Auskunft geben, alles ist gepflegt und wirkt wie in einer perfekten, modernen, friedlichen Welt. 


Wir möchten auf das Dach des Connvetion Centers und erfahren, das geht nur mit einer Führung (das liegt leider am Terror in der Welt). Ein netter Mittvierziger sagt: „dann kommen sie mal mit“und erst da bemerken wir, die Führung ist jetzt nur für uns. Und man kann wirklich sagen, das und das Gebäude beeindrucken!



Da sitzt wirklich eine Frau am Flügel und spielt wunderbar um die Besucher zu erfreuen. Denn die Mormomen lieben alle Menschen und freuen sich, wenn man sie besuchen kommt. Der Dachgarten ist einfach nur umwerfend!


Und ich frage mich, wieso machen die Mormonen das? Führen alle Leute durch die schönen Räume, zeigen den Dachgarten? Ich bin sicher, wir sollen bekehrt werden oder spenden oder Beides. Positive Überraschung – weder noch – man möchte hier wirklich nur zeigen, wie schön es ist. Ich bin beeindruckt! Besser kann man Menschen doch nicht einfangen, oder? Aber keine Sorge, meine Gläubigkeit hat hier keinen Schaden genommen. 

Jetzt ist es Zeit zu feiern und wünsche mir ein Abendessen in der Cheesecake Factory. Wir müssen auf einen Tisch warten und wollen an der Bar schon mal was trinken – das geht aber nur, wenn man etwas zu Essen bestellt – selbst die Bedienung findet diese Regel seltsam – aber gut, da heißt es warten. 

Wir können draußen sitzen – in einer für Amerika untypisch schönen Fußgängerzone.


Und das Beste kommt zum Schluss!

Danke, dass war ein schöner Tag und ein besonders schöner Geburtstag!

Salt Lake City

Morning Guys, 

how it’s going on? Das Feuer ist nicht näher gekommen, aber wir werden morgens schon mit dem Geschmack von Rauch auf der Zunge wach. Bevor es weiter nach Salt Lake City geht, möchte ich noch einen Ausritt machen. Die Lodge hat mir folgenden Anbieter empfohlen: http://www.horsebackadv.com. Das liegt wirklich weit ab von allem (man muss da. 10 km über eine Schotterpiste fahren) und es gibt keine festen Zeiten. 

Wieder habe ich Glück: morgens um 8.30 Uhr möchte kein anderer ausreiten (dabei ist das wirklich sehr, sehr empfehlenswert) und der Marlboro-Mann und ich ziehen alleine los, der Hofhund begleitet uns.


Bei der Unterweisung verstehe ich kein Wort – irgendwas soll ich auf jeden Fall machen und was anderes nicht. Ich gehe mal davon aus, dass ich mich auf dem Pferd halten kann und hoffe, dass das ausreicht.


Der Ritt geht über 2 Stunden über Stock und Stein, durch Flussbetten, auf einen Berg, abenteuerlich wieder herunter. Die Welt erwacht gerade und es ist alles sehr friedlich, freundlich und geruhsam. 


Guido holt eine glückliche und zufriedene Sandra ab und wir fahren Richtung Salt Lake City. Da gibt es jetzt nicht so viel zu berichten. Man fährt über viele Hügelkuppen und erwartet gespannt, was sich dahinter befindet – meist das gleiche  wie vorher. 


Wyoming ist wirklich der Deep Blue Sky Staat! Und überall pfeift der Wind. Wer den Film 700 Meilen westwärts – oder  andere beliebigen Western kennt, erinnert sich das pfeifende Geräusch des Winds und das ist hier wirklich überall so.  Wir fahren etwa 300 km durch die Prärie ohne das die Landschaft sich verändert.

Auch die Tankstellen sind hier filmreif:


Langsam verändert sich die Landschaft und ich bin froh, dass wir mit der 80 Meilen/Stunde unterwegs sind und nicht mit dem Planwagen. Aber ich könnte mir schon gut vorstellen, dass hier gleich Indianer um die Ecke kommen 😉


Wenn sich einer von euch fragt, wie es manche Amerikaner es schaffen so dick zu werden, kann ich euch mal zeigen, wie das so gehen kann – bei Walmart gibt es viele Möglichkeiten sind rund zu mampfen


Wir kommen nach Utah – hier bekommt man zwar schwieriger ein Bier – aber ich denke, mein Geburtstagsbierchen ist gesichert 😉

Bei McDonald genießen wir einen kleinen Snack – verzichten jedoch darauf uns an die schönsten Tische zu setzen, denn das ist den Blagen vorbehalten 😀


Wir sind im Sheraton Hotel und das scheint mir wirklich gut geeignet um gebührend in den Geburtstag einzusteigen:

Vermutlich zu meinen Ehren, haben sie in unserem Hotelzimmer ein „S“ an die Scheibe angebracht. Sandra gefällt das!


Noch schnell eine Rückmeldung zu Fragen aus den Kommentaren: in den Nationalparks war es morgens sehr kalt – so dass Raureif auf den Pflanzen lag und es vermutlich so um die Null Grad war. Die Temperatur ist aber mit dem Sonnenaufgang sehr schnell angestiegen. 

Und wann ich die Zeit für den Blog habe? Meist denke ich tagsüber schon darüber nach, was ich festhalten möchte oder was euch interessieren könnte, welche Vorteile stimmen und welche nicht.  Natürlich dient der Blog dazu viele mitreisen zu lassen, aber für mich ist er auch ein tolles Tagebuch. Vermutlich hätte ich nach vier Wochen vergessen, womit der Urlaub gestartet ist. Und während ich sonst abends immer noch lese, beschäftige ich mich mit dem Blog und den Tag Revue passieren zu lassen, macht Freude!

Mit dem tollen Ausblick eine gute Nacht!

Grand Teton ll

Good Morning Guys,

jetzt sind wir wieder im Takt mit dem Blog. Heute ist Wandertag! Um kurz vor 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Jenny Lake. Dort gibt es eine Fähre zur anderen Seeseite. Wir wollen einen Hike ins Cascade Valley machen.

Das Wetter ist wunderbar, mittlerweile gibt es aber mehr Rauch, da das Feuer übergesprungen ist und die Strecke, die wir gestern noch gefahren sind, ist heute schon gesperrt. Ganz tolle Sache, unterwegs (vermutlich über den Telefonanbieter) erhalten wir beide eine Alarmmeldung aufs Handy, welche Bereiche des Parks evakuiert werden –  keine Sorge, wir sind weit vom Feuer entfernt.


Auf geht’s zum Inspiration Point, 1 Meile immer weiter nach oben. Und dann ab in den Canyon – der viel breiter ist, als der im Yellowstone NP. Bepackt mit Bärenspray und imaginärer Sicherheit bestaunen wir die Landschaft.



Der Trail geht über 12 km und 400 Höhenmeter. 
Obwohl ich mit Bärenspray bepackt bin…aber mal ganz ehrlich, guckt euch mal die Schilder an…

rede ich lieber etwas lauter, damit der Bär eine Chance hat, vor mir wegzulaufen – das klappt auch, wir haben keinen gesehen. Dafür sehen wir jede Menge andere Tiere. Manche zu schnell für ein Foto. Eine Schlange, ein Murmeltier (vermutlich), WoodieWodpecker, ein Tier von dem wir nicht wissen, was es ist – Guido vermutet ein Mink -, Hörnchen aller Art in Massen…aber keinen Moose. 


Ich werde noch zum Wandervogel und denke schon über die Anschaffung eines Wanderrucksacks und Kleidung mit UV-Schutz nach. Mir geht’s prima und von Schwindel o. ä. keine Spur – ich bin noch nicht mal richtig aus der Puste gekommen. 


Da wir heute Abend noch eine Fotorunde auf der Suche nach einem Moose drehen wollen, legen wir jetzt ein Päuschen ein. Wir essen lecker in der Deadmen’s Bar – für ein Lokal im Nationalpark ist es hier erstaunlich lecker, gemütlich und relativ preiswert. 
Trotz des starken Rauchs gibt es einen schönen Sonnenuntergang. 



Wir fahren zu einer alten Mormonensiedlung und machen einige Bilder – viele von Euch werden das Motiv der Scheune kennen. 


Bevor der Rauch zuviel wird und wir nachher noch etwas Feuer abbekommen, fahren wir morgen weiter nach Salt Lake City. 

17.08.2016 – Glacier Nationalpark II

Achtung! Ein Beitrag vom 17.08.16 der leider nicht hochgeladen wurde.
Howdy,

vielen Dank für eure lieben Rückmeldungen – darüber freue ich mich sehr! Das Lob für die schönen Bilder muss ich an die Landschaft abgeben! 

Es ist gerade mal 7 Uhr als wir uns auf den Weg in den Glacier Nationalpark machen. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einer Art Drive-In-Kirche vorbei. Recht seltsam.



Unsere Wanderung – neudeutsch Hike beginnt am Cedar Trail und geht dann über in den Avalanche Trail, gute 9,8 km.


Es ist noch recht frisch (15 Grad) und wir müssen uns warm laufen. Kein Problem es geht jetzt berghoch, oh nein ein Bärenwarnschild


Wenn man mit vielen Leuten unterwegs ist,  fühlt man sich so sicher…auf der gleichen Strecke kann man sich früh morgens alleine aber auch richtig Hosenscheißermäßig (ich) fühlen.



Ich frage mich, wie soll der Bär hören, dass ich klatschend und pfeifend durch den Wald gehe, wenn der Bach so laut ist?!?



Ohne Problembär kommen wir zum Avalanche Lake.


Hier lässt sich aber das A-Hörnchen sehen – B-Hörnchen ist zu schüchtern.


Eigentlich sollte die kleine Wanderung zur Auflockerung der Muskeln dienen, aber ich denke nur: and it burns, burns, burns like legs of Fire! Gut, dass es erst mal im Auto auf der Going to the sun Road weiter geht – egal wo man anhält – die Aussicht ist atemberaubend und man muss manchmal noch nicht mal aussteigen!


Ich bin kein guter Fährtenleser – Tiere sehe ich eigentlich immer erst dann, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht. Dieses Reh habe ich aus dem Beifahrerfenster fotografiert – wenn Guido nichts gesagt hätte, hätte ich das arme Ding mit der Beifahrertür erschlagen.


Der St. Mary Lake von oben, von unten …

Man hätte hier auch eine Bootstour machen können- aber die Strecke ist uns zu langweilig und 26 $ pro Person dafür zu teuer


Am Two  Medicine  Lake machen wir noch einen Mini-Trail – da hier weniger Leute unterwegs sind, bin ich zur Bärenvertreibung laut quatschend und klatschend durch den Wald … Was soll ich euch sagen…hat geklappt 😉 kein Bär weit und breit!


Immer die Augen auf halten und schon wieder was zum Thema Liebe entdecken – erst der Herzstein und dann die ineinander verwoben Pflanzen, sowas gefällt mir.


Endlich am Hotel angekommen – ein riesiger Kasten aus vergangener Zeit http://www.glacierparkinc.com/lodging/glacier-park-lodge/, kann ich kaum noch laufen. Um das Maß voll zu machen habe ich mir für morgen früh einen Ausritt gebucht. Auf den nächsten Schmerzensbericht dürft ihr gespannt sein.

Aber jetzt kommt der schöne Teil! Schaukelnd ein Bier mit Blick auf die Berge trinken!

Grand Teton NP

Hello!

Heute gehen wir mal nicht auf Tierjagd am frühen Morgen und schlafen fast schon gemütlich aus. Der Grand Teton NP schließt direkt im Süden an den Yellowstone NP an und wir haben nur 150 km Fahrt vor uns. 

Feuer bringt Leben heißt es hier – für die anderen bringt er aber erst mal den Tod (denke ich). Das sieht gruselig aus, viel gruseliger als auf dem Foto.

Die Fahrt dauert natürlich, weil wir oft anhalten müssen und Bilder von der wunderbaren Bergkulisse machen. Der Grand Teton ist über 4.000 m hoch, auch die anderen Berge sind zwischen 3.000 und 4.000 m hoch. 


Die Strecke ist angenehm leer und auch Reisebusse verirren sich hier nicht hin. 

Am Leek’s Marina finden wir eine Pizzeria – endlich richtiges Esssen! Lecker!


Gut gestärkt machen wir noch eine amerikanische Besichtigungstour des Parks – ihr kennt das…fahren, anhalten, fotografieren, möglichst wenig gehen und weiterfahren 😉


Der Qualm ist von einem Waldbrand im Yellowstone NP. Ein ‚Managed Fire‘ hier sollte alles unter Kontrolle sein. 

In der Signal Mountain Lodge logieren wir für die nächsten zwei Tage. Unsere kleine Cabin hat alles was man braucht, ist sehr sauber und wir freuen uns auf die zwei Tage hier. 


Unterwegs haben wir den Snake River bewundert, der sich durch die Landschaft schlängelt und haben prompt eine Bootstour – Floatingtour – für den Abend gebucht. 

Unser Guide Peter weiß alles mögliche über die Tiere zu erzählen – vor allem über die, die normalerweise hier sind: Moose sind Elche und Elks sind verwirrenderweise Hirsche – denen ist es aber im Moment viel zu heiß. Momentan gibt es hier eine Hitzewelle – normalerweise ist es auch im Sommer hier nicht so warm. Immerhin sind wir auf über 2.000 m. Die Moose sterben, wenn es auf Dauer so heiß ist – sie sind für kalten Temperaturen gemacht. Ich würde so gerne mal einen sehen! 


Wir sehen viel – vor allem Vögel – besonders erwähnenswert der Eagle – aber keine großen Tiere.


Macht aber nichts – die Tour war wunderbar und ich habe von Peter viel über Bären gelernt. Unter anderem, dass man mit tiefer, monotoner Stimme auf den Bär einreden soll – wie soll ich das denn bitte machen? Meine Stimme geht ja bei Nervosität eher in den hochfrequenten Bereich. Als wir am Hotel ankommen gehe ich im Generalstore erstmal Bärenspray kaufen. Bären morgen beginnt ein neues Zeitalter!

Wir lassen den Abend in der Deadman’s Bär ausklingen – ein schöner Tag!