Go West  –  Key West 

Unser Motel war vielleicht nicht so  gruselig, wie das Bates-Motel…aber ganz ohne war es auch nicht. Ich bin um 5:52 Uhr aufgewacht, da ich meinte 3 Schüsse gehört zu haben – jetzt kenne sowas ja nur aus dem Fernsehen. Da danach nichts weiter geschehen ist, hab ich mich vielleicht doch verhört? Aber als wir zum Frühstück gehen steht ein Polizeiauto auf dem Parkplatz…aber man sieht nichts und Dexter ist auch noch nicht im Anmarsch 😉 gut, dass wir heute nach Key West weiterreisen.

Über den Highway 1 fahren wir von einem Inselchen zum nächsten – dabei steht das Wasser teils sehr, sehr nahe am Highway.



Auf Ninas Empfehlung fahren wir in den Bahia Honda State Park und haben so einen tollen Ausblick auf die alte Straße.


Mein neuer Selfie-Stick ist mein liebstes Spielzeug! Und man sieht es ein ganz klein bisschen auf dem Foto: mir ist heiß!!!!


Wir checken im Blue Marlin Motel, eine Empfehlung von René und Nina – und das war wirklich ein guter Tipp! Die Zimmer sind hell, sauber und schön eingerichtet und man kann am Pool frühstücken (zeig ich euch morgen).


Leider mache ich jetzt eine grausame Entdeckung! Mein erster Kameraakku ist leer und muss geladen werden – aber ich HABE DAS LADEGERÄT VERGESSEN! Gibt es so etwas?! Das ist mir noch NIEMALS passiert! Und jetzt gehts los….Koffer nochmals durchwühlen – ist es wirklich nicht dabei? Kann man die Kamera mittels USB aufladen (nein, kann man nicht), gib es hier einen Laden, wo ich ein Ladegerät kaufen kann (nein, gibt es nicht!).  Man, man, man, also was tun? Heute auf die Kameranutzung und Übertragung von Bildern verzichten, morgen GPS und Rückschau ausstellen und hoffen, dass es reicht bis ich wieder ein Ladegerät habe (zu Hause habe ich übrigens drei davon! Ich glaube, eines werde ich im Koffer festnageln). Bis auf weiteres gibt es also nur Handyfotos im Blog.

Ich denke, dass ist die Retourkutsche dafür, dass ich vor einigen Tagen ganz blasphemisch zu Gudio gesagt habe…“noch zwei, drei Handygenerationen weiter, dann nehme ich keine Kamera mehr mit in den Urlaub“…welche Schicksalsgöttin auch immer das gehört haben mag..ich sagte „zwei bis drei Generationen weiter“ nicht jetzt!

Genug geärgert, wir erkunden Key West!


Auch ohne Kamera und wenn man schwitzt wie sonst was, einfach nur schön! Wir leihen uns Fahrräder und cruisen durch die City (fragen bei CVS und Walgreens nach einem Universalladegerät – die Antwort kennt ihr).


Wir besuchen die Rum Factury und testen dies und das



Inzwischen habe ich ein cooles Tattoo 


Genug erlebt wir heute, wir läuten den Feierabend im Hog’s Breath Saloon ein. Scheint ein Kultladen zu sein, den wir aber nur im zufällig entdeckt haben. @Mama: guck Dir das mal gut an, mit den Aufklebern kann man das Renovieren sparen – wäre das nicht was für die Alte Post?


Es gibt schöne Live Musik, die Ventilatoren bringen Abkühlung – we like it! Bevor wir vom Barhocker kippen, essen wir eine super leckere Pizza am Imbisswagen (für freundliche $ 16) mit Hahn.

Wir cruisen wieder zum Strand und lassen den Abend dort in einer Strandbar ausklingen – Key West ist herrlich!



Everglades II

Als ich heute morgen aus dem Zimmer gegangen bin, habe ich gesehen, dass einer unserer Nachbarn fröhlich mit einer Fußfessel durch die Gegend läuft. So etwas kenne ich nur aus dem Fernsehen und ich bin froh, dass ich eine Sonnenbrille trage, mein Gesichtsausdruck hätte vermutlich wieder mal alles gesagt 😉 

Bestens präpariert mit AntiBrumm fahren wir wieder in die Everglades. Von der Idee eine längere Wanderung zu machen, haben wir uns längst verabschiedet. Stattdessen wollen jeden Mini-Trail bis nach Flamingo machen. 


Los geht’s am Long Pine Trail, hier gibt es viele Parkplätze und zu irgendeiner anderen Zeit im Jahr, gehen Verrückte hier wohl gerne schwimmen


Während wir staunen, erfreut sich der Vogel am Außenspiegel… Wildlife oder Wellensittich- bei einem Spiegel werden sie alle schwach

 
Trotz unser Erkenntnis von gestern, dass stark bewachsene Gebiete ein Paradies für Moskitos sind, wollen wir einen kleinen Trail gehen 

Aber schon nach ein paar Metern nimmt der Bewuchs zu und wir bzw. ich werde zum Festmahl der Moskitos. Im Galopp geht’s zurück zum Auto!

Wir fahren tiefer in die Everglades und fahren über die höchste Erhebung im Nationalpark 


Es hat sich zugezogen und regnet sogar 10-20 Tropfen 


Am Mahogany Hammock Trail wollen wir wegen der Moskitos zunächst gar nicht aussteigen, nur gut, dass wir uns überwunden haben, der Mini-Trai, ist sehr schön 


Beim nächsten Halt müssen wir noch nicht mal aussteigen um Geier zu sehen 

Das Flamingo Visitor Center ist schon ziemlich in die Jahre gekommenen; hier ist man der Meinung, dass die Moskitobelagerung zurzeit gar nicht so schlimm ist 


Wenn man nicht gerade von den Biestern gejagt wird, ist es ganz schön hier


Ich übertreibe nicht mit den Moskitos 


Am nächsten Aussichtspunkt ist es sogar so heiß, dass die Vögel unter dem Picknicktisch sitzen


Hier könnte man sein Boot zu Wasser lassen – aber auch hier tote Hose bis auf die Moskitos.


Auf dem Rückweg laufen wir einfach nochmal über den Anhinga-Trail und werden mit vielen wunderschönen, schwitzigen Eindrücken belohnt:


Genug für heute – gleiches Feierabendprogramm wie gestern, nur dass wir heute bei Dennys essen gehen – lecker!!!


Der Wirt des Mutineers Bar erkennt uns wieder und freut sich, dass wir wieder da sind 😉


Statistik der Moskitosstiche: Guido 12 – Sandra 23 (davon einer über dem Auge, ich finde der zählt doppelt – also 24 😉

Und hier noch ein paar Infos zu unserem Luxuschlitten


Es ist ein Lincoln MKX mit V6-Motor, etwas über 300 PS, 20 Zoll Bereifung und jetzt das wichtigste: mit klimatisierten, elektrisch voll verstellbaren Sitzen, Schiebedach mit Verdunklungsmöglichkeit und 1000 Knöpfen für was auch immer – werden wir wohl noch herausfinden 😉

Everglades + 9

So sieht unser Motel bei Tageslicht aus

Nach einem typisch amerikanisch Plastikfrühstück fahren wir in die Everglades. Die Frontscheibe ist inzwischen leider schon voller toter Insekten – daher der Schlier auf dem Bild. Hier wird vor Florida-Panthern gewarnt – aus dem Auto würde ich sehr gerne einen sehen!

Das Visitorcenter bietet was ganz tolles – rocking chairs ? Der Tag ist jetzt schon perfekt.

Wir starten mit dem Anhinga-Trail, Trail hört sich jetzt so richtig nach Wanderung an – es sind aber nur gut ausgebaute 1,3 km auf dem es allerlei zu sehen gibt. Das Wildlife startet schon im Kühlergrill 




Guido traut sich sogar richtig nah an die große Schrecke ran.


Es ist so unfassbar heiß – hier wurden sicher die Schweißbänder erfunden. Wir sehen viele Anhingas (daher wahrscheinlich der Name des Trails – LOL)  Anhingas sind Vögel, die zum jagen ins Wasser tauchen können. Damit das besonders gut geht ist ihr Gefieder nicht beschichtet und wird beim tauchen richtig nass, mit nassen Federn kann man nicht fliegen, daher sitzen sie anschließend so zum trocknen da


Trocken  auch wunderschön


Wieder am Ausgangspunkt …

bisher noch von keinem Moskito belästigt, entscheiden wir auch den 800 m langen Gumbo-Limbo-Trail zu gehen. FEHLER! Im Gegensatz zum Anhiga-Trail ist er bewaldet – juchuu Schatten! – aber durch die Hitze und Feuchtigkeit sehr dampfig. Als ich mich mit Anti-Brumm eingesprüht habe, muss ich zwei Stellen vergessen haben. Bei der Aufnahme dieser Frösche am Solution Holes – wo ich mal kurz stehen geblieben bin, 

haben mich satte sieben Moskitos in den Tökes gestochen!!!! Zwei in die Ellenbogen. Grmpf! Schnell weg hier. Wir fahren weiter zum Pa-Hay-Okee – eine Aussichtsplattform- keine Moskitos, aber auch nichts spektakuläres zum bestaunen 

Genug Moskitos und Sumpf für heute. Wir fahren zum Autorennen. 


Das hat mir so gar nicht gefallen. Zu laut, zu heiß und zu langweilig. Es war ein 500 Meilen Rennen. Aber nach nur einer Stunde sind wir wieder gefahren – und haben was gemacht, was für Guido wohl ungefähr so schön ist, wie für mich Autorennen 😉 Shoppen!


Tatsächlich hat dann aber nur Guido ein erfolgreiches Shoppingerlebnis 🙂


Jetzt ist endlich der Walmart dran – mein Lieblingseinkaufsladen in den USA – hier ist man schon voll und ganz für den Memorial Day gerüstet

Es gibt Limonaden, bei denen man anhand der Farbe keine Rückschlüsse auf den Geschmack gezogen werden können. Schlumpf?


Für heute reicht es. Wir läuten den Feierabend mit einem Feierabendbierchen auf der offiziellen Picknick-Area des Motels ein.

Direkt nebem dem Motel ist Cracker Barrel. Völlig unamerikanisch gehen wir zur Fuß – immerhin gibt es eine Art Fußweg und sogar eine Fußgängerampel.

Ich liebe Cracker Barrel – zuerst wird mal ausgiebig geschaukelt (man sieht es schon…ich bin hundemüde – in der echten Zeit ist es ja auch schon Mitternacht 🙂


Das Essen ist wie immer sehr lecker und vom Kaloriengehalt eher für einen Bergbauarbeiter – dazu eine leckere Old-fashioned-Lemonade (weil es kein Bier gibt 😉 
Ganz schön viel erlebt heute. Gegenüber gibt es noch eine nette Bar – wir sitzen an der Theke und genießen noch ein schönes kühles Bier. Ich bin so k.o., dass ich auf dem Barhocker einschlafen könnte. 


Moskitostatistik: Guido 0 – Sandra 12

Ab in den Süden

Hello from Florida ?

Die Anreise kam mir schier unendlich vor. Um kurz vor acht schon mit dem DriveNowAuto nach Düsseldorf, der Flug nach Frankfurt dauerte ewig …. mein Handgepäck wurde auf Sprengstoff untersucht, dann verspäteter Start, da 6 Passagiere ihr Gepäck aufgegeben hatten und nicht eingestiegen sind – wer tut so etwas? – und schließlich nach einem leicht turbulenten Flug kurz vor der Landung nochmal durchstarten, da das Flugzeug vor uns „einen Vogelschlag“ hatte und die Landebahn gereinigt werden musste. 

Der Flug von Frankfurt nach Orlando war dankenswerterweise unspektakulär 


So gegen 19 Uhr haben wir endlich unser Auto (von dem Berichte ich morgen mehr! Eine Mischung aus Guidos Favorit (luxeriöse Limousine) und meinem (großer SUV) – der Wagen hat vermutlich mehr Knöpfe im Cockpit als ein Flugzeug 


In der Planung schien es nicht so schlimm nach dem Flug noch 260 Meilen bis nach Florida City fahren zu müssen – in der Realität ist es sehr anstrengend und ich bewundere wie sicher Guido gefahren ist – nachdem die Sonne untergegangen ist, bin ich immer wieder eingeschlafen. 


Die ersten Tiere, die wir gesehen haben waren nicht wie erwartet Alligatoren sondern Rehe, die nebem dem Highway grasten.

Kurz vor Mitternacht kommen wir endlich in unserem Motel, dem Fairways Inn an. Die Temperatur ist kurz vor Mitternacht immer noch bei 30 Grad und es fühlt sich total nach Waschküche an. Ich bin noch nicht ganz aus dem Auto gestiegen, da sticht mich schon der erste Moskito ins Gesicht! Ich will jetzt nicht motzig sein, aber ob mir das hier gefällt? 

Das Zimmer ist ordentlich, die unverzichtbare Klimaanlage rumpelt laut vor sich hin, aber wir haben keine Moskitos mit reingebracht. Wenn wir erstmal ausgeschlafen sind, ist bestimmt alles schöner – auch die Hitze ? 

Noch eine Info zur Zeit: wir sind euch 6 Stunden hinterher ?