Everglades City

Wow, es gibt richtiges Geschirr und Käse beim Frühstück! Doch leider ist dafür jetzt keine Zeit. Um 7 Uhr beginnt die Kayaktour. Hochvermummt geht’s los. Außer uns ist nur noch eine Familie mit zwei erwachsenen Söhnen so verrückt, sich den Moskitos auszusetzen. Die haben allerdings schon reichlich Erfahrung mit Kayaktouren und sind so gut ausgerüstet, dass sie mir einen wasserfesten Beutel für die Kamera leihen ? Dankeschön Familie Norton!

Als wir an der Stelle ankommen, wo die Kayaks zu Wasser gelassen werden sollen, sagt der Guide namens Dustin, so holt schon mal euer Bugspray und sobald ihr aussteigt: LOS! Und es ist wirklich wie in dem Film „Die Vögel“ halt nur mit Moskitos!

Mir war das ziemlich ungeheuer in einer Nussschale durch einen Sumpf mit Alligatoren zu paddeln. Tatsächlich ist es aber ganz easy und das war sicher nicht unsere letzte Kayaktour.


Was nicht so einfach ist, ist zu zweit in einem Kayak zu fahren und zu navigieren- der Dustin meinte, dies sei ein Test für die Partnerschaft  – stimmt ? aber keine Sorge, wir sind noch glücklich ? hier der erste Alligator.


 gerade die Mangroventunnel haben es navigatorisch in sich


Der Sumpf hat viele Gesichter- auf einer kleinen Sandbank pausieren wir:


Wir fahren um eine Insel mit brütenden Vögeln und direkt unter den Nestern liegt ein besonders fauler Alligator, der nur darauf wartet, dass irgendwer einen Fehler beim ersten Flugversuch macht.


Trotz aller Versuche sie zu vermeiden, kommen wir mit zahlreichen Moskitostichen wieder im Hotel an. Ob es das wert war? Es geht sich aus, würde ich sagen ?

Es gibt einen heftigen Regenguss, aber nach ein paar Minuten sind die Straßen schon wieder trocken. Wir fahren zum Big Cypress National Preserve Visitor Center. Direkt dahinter gibt es einen Boardwalk von dem man Manatis sehen können soll. Heute morgen seien schon welche gesichtet worden. Aber wie das immer so ist: beim ausreiten wurde gestern ein Bär gesehen, beim Jetski fahren gestern ein Hai und hier halt Manatis. Wir sehen keine – aber wunderschöne Echsen.


Der nächste Halt ist der Kirby Storter Roadside Park, ein Bordwalk von ungefähr 1 Meile. Auch hier wieder mehr kleine Echsen als alles andere, da muss man fast schon aufpassen nicht drauf zu treten.


Die Vegetation ändert sich unglaublich schnell. Hier ist noch alles offen und mit Gras bewachsen und nur 5 m weiter sieht es so aus:



Alligatoren, Florida Panther, etc. Fehlanzeige – Sommerpause ? aber es raschelt überall. Eine schwarze Baumschlange entdecke ich leider nicht, dabei bilde ich mir doch ein, dafür ein Auge zu haben. Dafür sehen und hören wir viele Woody Woodpeckers.


Wildwechsel ist nicht nur in deutschen Wäldern ein Problem, sondern auch hier und wir sehen leider einen toten Alligator – Feinfühlige sollten jetzt weiter nach unten scrollen. @Karin: nein, ich bin nicht ausgestiegen ?


Ein Abstecher nach Chokoloskee lohnt sich leider gar nicht – noch nicht mal für ein Foto. Wir erkunden nochmal Everglades City – Fotos mit Plastik-Alligatoren sind ja auf jeden Fall lohnend ?


Wir überlegen eine der zahlreich angebotenen Airboattouren zu machen. Ökologisch ein rotes Tuch. Aber an uns wird die Welt ja nicht zugrunde gehen, oder? Aber wenn jeder so denkt? Ok, wir verzichten und freuen uns an unserer guten Tat – einer muss ja hier aufs Klima achten.

Nach einer Runde im Pool (hier noch bei Regen) darf ich den Luxusschlitten fahren (soviel zum Klimaschutz)  ? tagsüber hab ich dafür ja keine Hand frei!  

Wir essen in der Oyster Bar, Gudio wieder Fischtacos und ich Fried Green Tomatos mit einem House Salad. Bestellt hatte ich den großen Salat für 8,99 $ – da fand ich das was kam doch sehr dürftig. Aber es war wohl auch nur ein Beilagensalat für 5,99 $ @Mama: guck dir das gut an – dein kleiner Beilagensalat würde hier vermutlich 12 Dollar kosten 😉


Zum Essen trinke ich das von Karin viel gepriesene Coors light – ich muss ja noch Autofahren. Zwei Entdeckungen mache ich: Bud light schmeckt mir besser und obwohl beide Biere gar nicht richtig gut schmecken, bezieht sich das light überhaupt nicht auf den Alkoholgehalt sondern nur auf die Kalorien. Gut, das sich diese Erkenntnis vor dem zweiten Bier gewonnen habe!


Obwohl fast nichts mehr reinpasst, ist doch das Testen eines Key Lime Pie Pflicht, oder? Dabei handelt es sich um einen – angeblich nicht süßen – Käsekuchen mit Limetten, den es so nur auf den Keys gibt – oder halt in den Everglades.

Probiert – abgehakt. Der Kuchen ist süß-sauer und gar nicht unser Fall. Wieder eine neue Erkenntnis! Damit muss es gut sein für heute. Vor unserem Zimmer, mit Blick auf den Pool, lassen wir den Tag ausklingen.

Ein Gedanke zu “Everglades City

  1. Ist das eine tolle Landschaft auf der Kayaktour! Das wäre mir jeden Mückenstich wert gewesen und sogar noch das selbst paddeln müssen.
    Bei dem Bild von dem armen, toten Kroko musste ich gleich daran denken, dass Krokodilfleisch sehr lecker schmeckt. Da hätte man viele Kroko-Sticks draus machen können. Um Eure Mahlzeiten beneide ich Euch nicht. Esstechnisch ist Amerika nicht meins. Aber die vielen knuffigen Echsen machen die Gegend wieder sehr attraktiv.
    Ich wünsche Euch weiterhin viele schöne Erlebnisse und freue mich schon auf die nächsten Geschichten!

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